Schulstreikin Berlin
Am Mittwoch, den 12.11.2008 kam es zu einem bundesweiten Schulstreik. In mehr als 30 Städten gingen vor allem SchülerInnen gegen das Bildungssystem auf die Straße. Die Mainstream-Presse berichtet von insgesamt rund 80.000, Veranstalter von über 100.000 in der ganzen BRD.
Spandau
Um etwa 10 Uhr trafen sich viele der Streikenden aus Spandau um gemeinsam zur Demo zu fahren. Hatten wir vorerst mit rund 50 Leuten gerechnet (Unser vorstädtlicher Bezirk hat nicht eine große Schulstreikkultur) wurden die Erwartungen mit rund 120 Jugendlichen (Tendenz steigend, da sich einzelne Gruppen anschlossen) weit übertroffen. Unterwegs zum Alexanderplatz bekamen wir positive Reaktionen von BürgerInnen mit.
Demo
In Berlin ging die Demo ca. um 12 Uhr los. Vorne lief der antikapitalistische Block (organisiert von www.arab.antifa.de , air.antifa.de/Chronik_07.html und ARG Spandau) der unserer Auffassung nach mehrere Tausend TeilnehmerInnen stark war. Die Route verlief vom Molkenmarkt über die Spandauer Straße, Unter den Linden zur ersten Zwischenkundgebung am Bebelplatz. Während Redebeiträge vom Lauti aus gehalten wurden gingen einige DemonstrantInnen in das Uni-Gebäude um Studierende auf die Straße zu bringen. Andere Gruppen folgten. Daraufhin drang ein riesiger Teil aus der Demo in das Universitätsgebäude ein. Hunderte von DemonstrantInnen machten die Gänge dicht und störten zahlreiche Sitzungen, wie zum Beispiel ein Managertreff wo es um Patentrechte an Hochschulen ging. Was in den Medien als „Kinder spielen 68er“ heruntergespielt wurde hatte Tatsache einen dynamischen und entschlossenen Charakter. Jedoch folgte diesem Hoch ein paar Vorfälle die alles andere als hilfreich oder schön waren. So wurde eine Ausstellung über die http://de.wikipedia.org/wiki/Reichspogromnacht von Unbekannten im Tumult beschädigt. Statt nach 30 Minuten wieder zu gehen hätten AktivistInnen im Gebäude bleiben sollen um die Uni zu besetzen und konkrete Forderungen stellen zu können.
Später zog der Demonstrationszug weiter über die Tucholskystraße bis hin zur Oranienburger Straße. Als Kritikpunkt ist hier anzumerken das es am Eingang zum HU-Gelände Probleme mit den Bullen gab, während der Großteil der DemonstrantInnen weiterzog. Zudem schlug die kämpferische und gute Stimmung um und es wurde ein wenig zu ruhig. Nach dem Abbiegen in die Rosa-Luxemburg-Straße wurd die Demo erstmals von der Staatsmacht gestoppt. Nach einigen Minuten ging es dann doch weiter, jedoch ging es links in Richtung Alexanderplatz anstatt zum Abschluss- kundgebungsort Bebelplatz. Nach 100 Metern war erneut Schluss. Es kam zu Rangeleien mit den Bullen und zu einigen Gewahrsamnahmen. Mehreren Jugendlichen wurden die Nasen blutig geschlagen. Leider schrumpfte die Teilnehmerzahl nach Beendigung, seitens der Bullerei, rapide und so fanden sich nach 20 Minuten ein paar Hundert Leute auf einer Straße voller Bullen wieder.
Da die SchülerInnen wegfuhren sahen auch die Fotografen keinen Grund mehr vor Ort zu bleiben und so existieren von der Zeit keine Pressefotos mehr.
Hier ist insbesondere das Verhalten von vielen Leuten zu kritisieren, die während der Demo teilweise vermummt auftraten und als die Bullen zuschlugen nicht mehr da waren um zu helfen.
Was den ganzen Tag über auffiel war, das die Bullen eine neue Idee hatten um den braven Freund und Helfer zu mimen.So liefen die meißten Uniformierten im normalen Streifenhörnchenoutfit rum. Doch hinter den neuen Kleidern steckten dieselben faschistoiden Prügler wie sonst unter den Helmen. Statt dem Knüppel wurden Hände und Füße benutzt um unter anderem 11-jährige kranken- hausreif zu schlagen.
Zur Abschlusskundgebung sollte eigentlich die Spandauer Punkband http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=152441705 spielen, was leider auf Polizeibefehl ausfallen musste. Vor noch rund Hundert Verbliebenen (vor allem Punks die sich wacker gegen die ständigen Polizeiübergriffe hielten) wurden trotzdem noch die ersten Töne gespielt bis die Bullen die Kabel kappten. Daraufhin kam es zu erneuten Auseinandersetzungen in der viele Jugendliche brutal geschlagen und zusammengetreten wurden. Leider berichtet die Presse genau von diesen Vorfällen nicht.
Auf ein Neues!
ARG Spandau
!!!Fotos + Videos folgen in Kürze!!!